5. Petershainer Fließ

Petershainer FließEinleitung von Grubenwasser aus dem aktiven Tagebau Welzow Süd I. Laut Angaben der Landesregierung überschreitet Vattenfall am Petershainer Fließ nicht die Grenzwerte, die ihnen in der wasserrechtlichen Erlaubnis genehmigt wurden.

Weitere Informationen

Anwohnerinnen und Anwohner aus Welzow (Spree-Neiße) und Neupetershain (Oberspreewald- Lausitz) bemerken seit Sommer 2013 eine verstärkte Verockerung von Fließgewässern, in die Grubenwasser aus dem aktiven Tagebau Welzow Süd I eingeleitet wird. Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen im Brandenburger Landtag hat daraufhin  Anfang Februar 2014 die Entnahme einer Wasserprobe aus dem Petershainer Fließ, das in das Koselmühlenfließ  mündet, veranlasst und vom wissenschaftlichen Institut EUROFINS Umwelt Ost GmbH aus Jena untersuchen lassen.

Die Stichprobe ergab einen um das Zehnfache höheren Gesamt-Eisenwert als wasserrechtlich zugelassen ist. In der Wasserprobe wurden ein Gesamt-Eisenwert von 46 mg/l und ein Wert von 22 mg/l an gelöstem Eisen gemessen. Laut der „Wasserrechtlichen Erlaubnis für Gewässerbenutzungen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Tagebaues Welzow-Süd, räumlicher Teilabschnitt I, 2009 bis 2022“ darf der Gesamt-Eisenwert für das eingeleitete Sümpfungswasser aber nicht mehr als 5 mg/l und gelöst nicht mehr als 2 mg/l betragen.

Die Antwort der Landesregierung darauf: „Die von EUROFINS Umwelt Ost GmbH aus Jena untersuchte Wasserprobe (Eisen-gesamt = 46 mg/l; Eisen-gelöst = 22 mg/l) entspricht nicht den bisher vorliegenden und auch erwarteten Analysewerten. … Die durch die bündnisgrüne Landtagsfraktion dargelegten Messwerte sind nicht plausibel und können möglicherweise durch eine unsachgemäße Probenahme erklärt“

Download Kleine Anfrage „Verockerung von Fließgewässern aus dem aktiven Braunkohle-Tagebau Welzow Süd I“

Vattenfall untersagt Bilder der Wassereinspeisung

Der schwedische Energiekonzern reagierte auf eine Medienfrage mit einer schriftlichen Erklärung, dass die Werte „normal“ seien und der Genehmigung entsprechen. Gleichzeitig untersagte Vattenfall den unabhängigen Sender BBBTV (Bürger für Berlin und Brandenburg TV) Bilder von der Wassereinspeisung zu senden.

Braune Brühe direkt aus dem Tagebau: Hält Vattenfall die Grenzwerte ein?

http://www.braunespreewatch.de/index.php/videos

 

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